DWIH Tokyo präsentiert den Coffee Talk #2</

DWIH Tokyo präsentiert den Coffee Talk #2

Der Arbeitsmarkt und die Art und Weise wie Menschen arbeiten hat sich seit der Industrialisierung mehrere Male signifikant verändert. Welche Rolle neue Technologien in Bezug auf den zukünftigen Arbeitswandel spielen, wurde in der zweiten Ausgabe des „DWIH Coffee Talks“ am 6. April 2021 diskutiert.

Gemeinsam mit Mitglieder aus drei weiteren japanisch-deutschen Forschungsnetzwerken der Kampagne „The Future of Work“ nahm Herr Professor Dr. Nils Madeja von DIGIMARI an der spannenden Veranstaltung teil.

Herr Professor Dr. Nils Madeja führte an, dass neue Technologien einerseits menschliche Arbeit in vielen Bereichen womöglich ersetzten werden, es aber andererseits weiterhin Tätigkeitsfelder geben wird, die nur von Menschen effektiv ausgeführt werden können. Zur gleichen Zeit werden durch diese Entwicklung aber auch gänzlich neue Arbeitsbereiche für Menschen geschaffen. Zudem erläuterte er, dass klassische Produktionsunternehmen neue Technologien nicht nur nutzen, um ihr bestehendes Geschäftsmodell zu optimieren, sondern im Zuge der digitalen Transformation neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, die es Unternehmen erlauben, schneller und agiler handeln zu können.

Herr Tetsuya Sasaki von dem Forschungsprojekt MEJOIN betonte, dass der von Herrn Professor Dr. Madeja angesprochene digitale Wandel von Geschäftsmodellen insbesondere auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Japan sehr wichtig sei. Im Vergleich zu japanischen Großunternehmen nämlich sei die Effektivität von japanischen KMU gering.

Um die Effektivität zu steigern, sei es auch seiner Ansicht nach besonders wichtig, mithilfe von Technologien die Geschäftsmodelle von KMU nachhaltig zu verändern. Um ihre langfristige Existenz zu sichern, sei es folglich nicht ausreichend, wenn KMU lediglich klassische Güter produzieren. Vielmehr sei es von großer Bedeutung, dass Nachfragern durch den gezielten Einsatz von Technologien ein neuer Mehrwert geboten wird.

Frau Sabine Ganter-Richter des Projektes GRANITE machte zudem deutlich, dass für den Prozess der digitalen Transformation auch vertrauensvolle und tiefgreifende Partnerschaften im Rahmen von internationalen Netzwerken von großer Bedeutung seien. Der Prozess der Digitalisierung stelle für Unternehmen eine langfristige, sehr anspruchsvolle und nicht zuletzt eine sehr kostenintensive Herausforderung dar. Partnerschaften zwischen Unternehmen, Forschungsinstituten und lokalen Verwaltungsinstitutionen zwischen Deutschland und Japan helfen Unternehmen dabei, diese Herausforderung bestmöglich zu bewältigen.

Neue Technologien eröffnen auch radikal neue Möglichkeiten in der Altenpflege: Roboter könnten für eine bessere und umfangreichere Pflege sorgen, wobei sie die Pfleger dabei keinesfalls ersetzen, sondern lediglich bei Ihrer Arbeit unterstützen würden, so Herr Dr. Rainer Wieching von dem Forschungsprojekt PADERO. Um aber solche technischen Innovationen einführen und nachhaltig etablieren zu können, sei es unumgänglich, die betroffenen Arbeiter unmittelbar und ganzheitlich in den digitalen Transformationsprozess miteinzubeziehen.

Weitere Informationen zur zweiten Ausgabe des Coffee Talks finden Sie auf der Website von DWIH Tokyo:
„The Future of Work: New Technologies and the Workplace“
Die Aufzeichcnung ist in voller Länge auf dem YouTube-Kanal von DWIH Tokyo verfügbar:

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